Taschenbuchbox

Multiple Sklerose eröffnet neue Perspektiven

Man geht davon aus, dass Betroffene unfähig sind ein glückliches Leben zu führen. Viele können sich nicht vorstellen mit der MS glücklich zu sein. Gerade der ungewisse Zustand bei der MS kann zu Zukunfts-ängsten führen, mit denen man erst lernen muss umzugehen. Außerdem leiden MS-Betroffene zum Teil unter Symptomen, die für andere nicht gleich sichtbar sind. Sätze von Außenstehenden wie „Das bildest du dir doch nur ein.“ stellen eine weitere große Belastung dar. Deshalb ist für Außenstehende besonders wichtig, dass sie eine Akzeptanz für die MS und die Betroffenen aufbringen und auch unsichtbare Symptome ernst nehmen.

Trotz dieser Umstände sind MS-Betroffene keineswegs von Grund auf unglückliche Menschen, sie müssen sich viel mehr erst einmal mit der Krankheit auseinander setzen, um eine Art der Akzeptanz zu lernen, eventuell nach weiteren Schüben sogar erneut. Und so sagen sogar 60%, dass die MS ihr Leben auch auf positive Weise verändert hätte. Außerdem waren es dreimal so viele Menschen, die MS als Bereicherung empfanden als die, die sich über Probleme in ihren sozialen Beziehungen beklagten. Als Gründe dafür wurde mit am häufigsten genannt, dass sie das Leben schätzen gelernt haben. Oder dass sie sich Menschen, die ihnen besonders wichtig sind, jetzt näher fühlen als vorher.