Schnabeltasse

Multiple Sklerose ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben

Viele Menschen gehen davon aus, dass eine Unterbringung im Heim für körperlich eingeschränkte Menschen am besten wäre. Denn MS hat in der Öffentlichkeit immer noch einen schlechten Ruf und wird immer noch als eine Krankheit angesehen, deren Verlauf zu schwersten Behinderungen führen muss. Mittlerweile verläuft die MS in den meisten Fällen jedoch gutartig und so gibt es bei mehr als zwei Drittel der Betroffenen einen milden Verlauf mit keiner oder einer geringen und unwesentlichen Behinderung.

Und auch wenn es anders kommt, gibt es jede Menge Möglichkeiten, auch mit einem hohen Behinderungsgrad, ein normales Leben zu Hause zu führen. Zum Beispiel häusliche Pflegedienste oder persönliche Budget, bei dem der Betroffene das Geld für Pflege-, bzw. Sachleistungen bekommt und dann selber entscheiden kann, was für Maßnahmen man wirklich benötigt. So kann man selber entscheiden, welche Art der Unterstützung für einen wirklich sinnvoll ist.

Bei einer Befragung wurde zudem festgestellt, dass 96,1 % im Privaten Haushalt lebten und nur 0,5 % in einem Pflegeheim. Die restlichen 3,4 % verteilen sich auf betreutes Wohnen oder sonstige Wohn-situationen.Hierbei wird sichtbar, wie wenig MS mit der unbedingten Unterbringung in einem Heim zu tun hat.