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Multiple Sklerose betrifft Frauen und Männer

Man denkt häufig, dass man mehr Männer mit MS kennt. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Frauen sind sogar doppelt bis dreimal so häufig betroffen wie Männer. Man vermutet, dass die Geschlechtshormone das unterschiedlich häufige Auftreten der MS verursacht. Das man jedoch das Gefühl hat, dass es mehr männliche Betroffene gibt, liegt daran, dass die MS bei Frauen zwar häufig früher auftritt, im Gegensatz dazu der Verlauf bei Männern aber meist schneller ist und die Symptome stärker sind. Dadurch ist die MS bei den Männern also auch sichtbarer.

MS gilt in Deutschland zudem als häufigste neurologische Erkrankung bei jungen Erwachsenen. Rund 120.000 Personen sind in Deutschland betroffen. Die meisten Diagnosen werden zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr gestellt. Selten kommen auch Erkrankungen vor dem 10. Lebensjahr, sowie nach dem 60. Lebensjahr vor, diese sind jedoch Ausnahmen. Die durch die MS ausgelösten Entzündungen, die die Schicht der Nerven zerstören, können meist sogar teilweise oder vollständig wieder repariert werden. Dadurch gehen auch die körperlichen Beschwerden zurück. Als MS-typische Beschwerden gelten z. B. Bewegungsstörungen, Sehnervenzündungen und Schwindelanfälle. Diese kann man mittlerweile meist durch Medikamente sehr gut behandeln.