Laetzchen

Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit

Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit und erst recht nicht ansteckend und so gibt auch nicht jeder Betroffene die Krankheit an seine Kinder weiter. Man geht mittlerweile davon aus, dass die MS durch zwei Faktoren begünstigt wird. Das sind zum einen Umwelt-faktoren und zum anderen genetischen Faktoren, wie zum Beispiel bestimmte Erbanlagen. Warum man aber genau MS bekommt ist bis heute noch nicht abschließend aufgeklärt. Bei einer genetischen Veranlagung bei MS auszugehen ist und dadurch das Erkrankungsrisiko für Verwandte leicht erhöht ist. Das Risiko überhaupt an MS zu erkranken liegt bei 1:1000, also gerade einmal bei 0,1 %. Bei Verwandten eines MS-Betroffenen 1. Grades ist das Erkrankungsrisiko nur um ca. 3–5 % erhöht, bei Verwandten 2. Grades sinkt das Risiko auf nur ca. 1 % und bei Verwandten 3. Grades liegt es sogar nur noch bei 0,9 %.

Unabhängig davon spricht auch sonst nichts gegen eine Schwangerschaft. Sie verläuft genau wie bei jeder anderen Frau. Denn das Wunderwerk Körper sorgt unter anderem durch eine erhöhte körpereigene Kortisonproduktion dazu, dass während der Schwangerschaft in der Regel keine Schübe auftreten und sich die Symptome sogar verbessern können. Die Schwangerschaft beeinflusst den Krankheitsverlauf auch auf lange Sicht nicht negativ.